Lebensschule Sport
Aufgewachsen in der Sportschuhstadt Herzogenaurach, hatte ich schon als Kind persönlichen Kontakt mit der Welt des Sports und zahlreicher ihrer ‚Helden’ – der Job des Vaters bei Adidas brachte es nun mal mit sich. Ob Muhamed Ali, Annegret Richter, Edwin Moses, Gerd Müller, Rosi Mittermaier, Heiner Brand oder Joachim Deckarm – ich durfte sie alle aus nächster Nähe erleben. Meine Begeisterung für den Sport und der Wunsch, Sportreporter zu werden, entwickelten sich in diesem Umfeld schon sehr früh.
Ebenfalls familiär bedingt ist die Handball-Affinität, die mich stets begleitete: Als Sohn eines erfolgreichen Trainers, als Spieler, Coach, Journalist, Autor und Medienberater. Später einmal Heiner Brands Biograf zu werden und diverse Medienjobs in der Bundesliga zu bekommen – all das steht sicher auch im Zusammenhang mit meiner speziellen sportlichen ‚Sozialisierung‘.
Dass der Umzug der Familie 1985 nach Leverkusen und der Wechsel zum TSV Bayer 04 die Fortsetzung meiner ‚Lebensschule Sport’ bedeutete, war beinahe logisch. Als mir der Sport-Informations-Dienst (SID) 1990 ein Volontariat anbot, war sie da: Die Chance, Sportjournalist zu werden. Mit der Unterstützung vieler Förderer – von Angela Bern, Gerd Graus und Joachim Neußer über Stefan Thies bis hin zu Gerhard Pietsch – konnte ich sie sukzessive nutzen.
Welch spannende Reise! Vom SID (1990-1993) führte mich diese über Sport-Bild (1993-1997) und in die Agentur von Werner Köster (1998-2000) in die Selbstständigkeit (seit 2001). Dort angelangt, konnte ich mein mittlerweile angewachsenes Know-How – nicht nur als Reporter – auf vielen Spielfeldern einsetzen und sowohl etliche spannende und loyale Kunden, als auch neue Mitstreiter gewinnen. Ich war und bin zwar Freelancer, aber nie allein. Etliche meiner Weggefährten wurden sogar Freunde – und sind es bis heute.
Gestärkt duch diese Erfahrung gründete ich mit der Absicht, mein Portfolio noch einmal zu erweitern, 2010/2011 das Netzwerk Medienmannschaft. Dort mit so tollen Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten, ist ein Privileg. Gemeinsam haben wir spannende Aufgaben gemeistert und stets unsere Wandlungsfähigkeit, aber auch Belastbarkeit bewiesen. Bei aller Professionalität und Expertise sind es sicher auch der Respekt vor- und das Vertrauen zueinander, die dieses Team ausmachen.
(Mannschafts-)Sport ist eben eine gute Lebensschule.
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